Dass das Jahr 2020 in die Geschichte eingehen wird, wurde uns allen spätestens im März diesen Jahres klar. Die Corona-Virus-Krise ist überall allgegenwärtig. Doch dass Covid-19 zu unserem vielleicht größten Verbündeten werden könnte, damit hat wohl keiner gerechnet!? Klingt provokant? Ist aber so, vor allem wenn wir den Blick einmal auf das Thema Nachhaltigkeit werfen. Während die mediale Berichterstattung geprägt war von rasend wachsenden Ansteckungszahlen und Katastrophenszenarien, erreichten uns auch viele positive Bilder. Dass sich die Natur durch die Reisebschränkungen erholt, liegt natürlich auf der Hand.

Dass es aber auch in der Wirtschaft zu einem “Game Changer” kommen konnte, zeigt sich nach und nach. Im Zuge des Lockdowns schickten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Home Office. Remote arbeiten – so sah der neue Berufsalltag plötzlich für viele aus. Auch wenn das Arbeiten von zuhause erst mal für manch einen Herausforderungen brachte, so schafften es viele ihre Kommunikation und Meetingsstruktur schnell neu zu denken. Virtuelle Meetings via Zoom, Webex oder MS Teams waren von heute auf morgen umgestellt. Mit durchgängig positivem Erfolg. Das zeigt vor allem denjenignen Unternehmen, die die Digitalisierung bislang eher mäßig verfolgt haben, dass Kommunikation, Austausch, Kundenaquise und Verhandlungen auch online funktionieren. War Corona für viele Unternehmen vielleicht gerade jetzt mehr Segen als Fluch? Der Anstoß und die Chance endlich den Weg in die digitale Transformation zu begehen? Wenn auch nicht freiwillig, aber so lernen wir Menschen bekanntermaßen dann am meisten, wenn der Schmerz besonders groß ist. Der Schmerz waren hier sicherlich für viele Firmen sinnbildlich fehlende Prozesse oder auch mangelndes Know-How bezüglich Software.

Und dass Nachhaltigkeitsmanagement plötzlich für Unternhemen auch interessant sein kann, wurde einigen Entscheidern auch klar: Viele Dienstreisen oder Flüge für ein kurzes Lunchmeeting erscheinen auf einmal nicht nur als überflüssig. Sie zeigen Firmen auch, dass diese Kosten und Emissionen nicht sein müssen. Vielleicht bietet Corona jetzt die Chance die Nachhaltigkeitsdebatte nochmal ganz neu aufzurollen…?

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